Großer Joachimsthal

GROSSER JOACHIMSTHAL

Hainstraße 10 | Katharinenstraße 13
04109 Leipzig

Bauherr:
Johannes von der Grane (Rittergutsbesitzer)

Architekt:
Otto Riehl

Baujahr:
1906

Baustil:
Historismus

Länge der Passage:
49 Meter

Der Name des Gebäudes „Der große Joachimsthal“ mit dem angegliederten Durchgang ist auf die Stadt Jáchymov (Sankt Joachimthal) im heutigen Tschechien zurückzuführen. Das erstmals 1697 erwähnte Bauwerk war ebenso wie das benachbarte Kleine Joachimsthal ein Hauptsitz der Leipziger Tuchhändler.
Von dem 1906 errichteten heutigen Geschäftshaus ist nur noch die Fassade erhalten. Nach Abbruch der rückwärtigen Bauten wurden Reste der älteren Burgbefestigung gesichert. Zudem wurde belegt, dass es sich um eines der ältesten Durchgänge in Leipzig handelt. 1996/97 wurde die Sandsteinfassade weitgehend rekonstruiert. Charakteristisch für das Gebäude sind die seitlich hervortretenden, zweigeschossigen Schaufensteranlagen mit Kupferverblendungen. Betont wird die Fassade durch den zweigeschossigen Erker über dem Durchgang zur Katharinenstraße 13 sowie den hohen Giebel.