König-Albert-Haus

KÖNIG-ALBERT-HAUS

Markt 9 | Barfußgäßchen 2/8
04109

Bauherr:
P. Roßdeutscher

Architekt:
Emil Franz Hänsel

Bauzeit:
1912/13

Länge der Passage:
71 Meter

Der elegante Bau in Ecklage zum Barfußgäßchen entstand nach den Entwürfen des zu jener Zeit führenden Leipziger Geschäftshausarchitekten Emil Franz Hänsel im Jahre 1913. Benannt wurde das Gebäude nach dem sächsischen König Albert.
In Leipzig einmalig ist die Verkleidung von Erd- und Zwischengeschoss  mit glasierter Keramik. In den Fensterlaibungen des Zwischengeschosses sind Putten dargestellt. Wappen bedeutender sächsischer Städte sind über dem Zwischengeschossgesims angebracht. Die klar gegliederte, schlichte Putzfassade wird akzentuiert durch die figürlichen Fensterrahmungen des vierten Obergeschosses. Eine besondere Plastizität erhalten die vier Obergeschosse durch die konkave Krümmung der Fassade im Bereich der sechs Fensterachsen.
Zwei Höfe sind durch flache Durchgänge miteinander verbunden. In dem großen, vorderen Hof am Markt befanden sich ehedem zwei, vom Dresdner Akademielehrer Otto Gussmann geschaffene Friese mit szenischen Darstellungen aus dem Leben König Alberts, die jedoch nicht mehr erhalten sind. Das marmorverkleidete Haupttreppenhaus, welches durch einen halbrunden Portikus betont wird, ist ebenfalls in diesem Hof gelegen.